
Stelle die Kerze eine Armlänge entfernt, leicht unter Augenhöhe. Blicke weich, nicht starr, blinzle achtsam, folge dem Flammenrand wie einer leisen Küstenlinie. Wenn Tränen kommen, schließe kurz die Augen, spüre Nachbilder, halte Wirbelsäule lang. Beende bewusst, lösche die Kerze langsam, und atme noch drei ruhige Zyklen.

Formuliere eine klare, warme Absicht: Mut, Sanftheit, Grenzen, Dankbarkeit. Flüstere sie beim Entzünden, beobachte, wie der Gedanke im Flackern mitschwingt. Wenn der Geist fortwandert, lächle innerlich und kehre zurück. Schreibe nach der Sitzung einen Satz auf, damit Wirkung im Alltag erinnerbar bleibt.

Beginne mit einem zarten Schlag auf die Schale, spüre den Ton abebben, verbinde ihn mit dem ersten Atemzug. Die Flamme wird zum ruhigen Metronom, das nicht drängt. Drei Atempausen zwischen Ein‑ und Ausatmen verlängern Stille, lassen Schultern sinken, und machen Platz für ein Gefühl von tragender Weite.
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